Heute möchte ich euch einen der ganz großen Akkordeonspieler vorstellen: Gus Viseur, geboren 1915 in Belgien nahe der französischen Grenze, gestorben 1974). Zunächst ist sein Name eingereiht zwischen anderen Meistern der Musette-Akkordeons, wie Toni Murena, Louis Ferrari und vielen anderen.

Der Akkordeonist Gus Viseur

Was ihn unterscheidet: von der Musette zog es ihn bald zum Jazz, so dass er schon 1938 im legendären Hot Club de France auftrat und später auch mit Django Reinhardt auf Tournee ging.

Mir imponiert in seinem Melodie- und Solospiel ganz besonders seine „sprechende“, erzählende Spielweise. Seine Melodielinien spielt er mit großer Klarheit und lässt sie in einem extremen Spiel mit „laut“ und „leise“ auf- und abklingen. Hört hier seine jazzig angehauchte „Swing Valse“:

Und hier (offenbar eine Amateuraufnahme aus den 1960er Jahren?) eine Jam-Session mit Django Reinhards „Djangology“.

Von mir gibt es übrigens schon seit geraumer Zeit ein Swing-Akkordeonstück, das ich Gus Viseur gewidmet habe und es „Vision de Viseur“ betitelt habe. Die Note und den Link zum YouTube-Video findet ihr auf meiner download-Seite:
https://www.petermhaas.de/free-download-tunes/#viseur

Ich hoffe, dass Gus Viseur euch so gut gefällt und inspiriert wie mich, und wünsche angenehme Herbsttage mit guten Erlebnissen und guter Musik!

Unterschrift Peter M. Haas

Galerie der Meister: Gus Viseur, der Pariser aus Belgien zwischen Musette und Jazz

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