Durtonleiter auf jedem Grundton

AUS DER GESCHICHTE: Um 1500 wurde schon in verschiedenen Dur- und Molltonleitern musiziert. Aber man konnte nur ausgewählte Grundtöne benutzen. Wenn man sich zu sehr von C-Dur entfernte, klangen Akkorde und Intervalle falsch.

In unserer modernen Stimmung können wir jede Tonleiter auf jedem beliebigen Grundton bilden.
Anders gesagt: wir können die C-Dur-Tonleiter problemlos auf jeden anderen Grundton transponieren (von transponere (lat) = versetzen, hinüberbringen).

Du kannst es nach Gehör selbst versuchen, oder du kannst über dem gewünschten Grundton die nötigen Ganz- und Halbtonschritte abzählen.






Durtonleitern mit schwarzen Tasten

Nur C-Dur wird auf weißen Tasten gespielt. Alle anderen Durtonleitern benötigen Erhöhungen bzw. Erniedrigungen. Jede der Tonleiter hat also eine bestimmte, festgelegte Anzahl von Erhöhungen (#) oder Erniedrigungen (b).






Von C in Quintschritten aufwärts: Die Reihe der Kreuztonleitern

Wir beginnen bei C-Dur, der Tonleiter ohne Vorzeichen.
● Gehst du von hier eine Quinte höher, kommst du zum Ton g. Hier beginnt die Tonleiter, die ein Kreuz hat, nämlich das fis.
● Gehst du vom g wieder eine Quinte höher, kommst du zum Ton d. Hier beginnt die Tonleiter, die zwei Kreuze hat, nämlich fis und cis.

Diese Reihe können wir immer weiter führen, bis alle sieben Töne der Durtonleiter ein Kreuz bekommen haben. (Sieben Kreuze benutzt man aber in der Praxis nicht.)











Von C in Quintschritten abwärts: Die Reihe der Be-Tonleitern

Wir beginnen bei C-Dur, der Tonleiter ohne Vorzeichen.
Gehst du von hier eine Quinte tiefer, kommst du zum Ton f. Dies ist der Grundton der Tonleiter, die ein Be hat, nämlich das be.
Gehst du vom f wieder eine Quinte tiefer, kommst du – nein, nicht zum Ton h, sondern zum Ton be (nachzählen!). Dies ist der Grundton der Tonleiter, die zwei Be hat, nämlich be und es.

Diese Reihe können wir immer weiter führen, bis alle sieben Töne der Durtonleiter ein Be bekommen haben. (Sieben Be benutzt man aber in der Praxis nicht.)






Auch diese Reihe können wir immer weiter führen, bis alle sieben Töne der Durtonleiter ein Be bekommen haben. (Sieben Be benutzt man aber in der Praxis nicht.)






Aus den Quintenreihen wird der Quintenkreis

Die hier gezeigten Reihen kann man zu einer Reihe zusammenfügen und (seit es die moderne, gleichschwebende Stimmung gibt) zum Kreis schließen, den berühmten Quintenzirkel.






Hier erfährst du mehr:

► LEKTION #05:
Beispiele, wie du die Durtonleiter auf verschiedenen Grundtönen selbst ableiten kannst und wie du sie näher kennen lernst, findest du in Lektion #05 des Buches Akkordlehre ganz konkret. Diese Lektion ist auch einzeln als PDF-Datei erhältlich – Mehr Info über diese Lektion als PDF hier!

► LEKTION #07:
Alles über den legendären Quintenzirkel, wie er sich bildet, wie er entstand und welcher geniale Betrug hinter diesem System steckt – all das erfährst du in in Lektion #07 des Buches Akkordlehre ganz konkret. Diese Lektion ist auch einzeln als PDF-Datei erhältlich – Mehr Info über diese Lektion als PDF hier!