Was wäre unser Akkordeon ohne die fix und fertig gemixten Akkorde auf der linken Seite!! Aber manchmal sind sie auch zu primitiv und unflexibel. Jetzt habe ich mal ausprobiert, ob es nicht anders geht.

Ich stoße immer wieder auf Stile, bei denen diese vorgefertigten Akkordklänge zu plump sind: So ist es bei Balladenbegleitungen, und so ist es auch, wenn ich Jazzakkorde sparsam und geschmackvoll auf der linken Seite greifen will.

Als Pianist und als Bandoneonspieler weiß ich, wie schön es ist, für einen Akkord nur tiefen Basston, Quinte und Dezime, (also die Terz in hoher Lage) zu greifen. Oder für Jazzakkorde: statt des Gesamtpaketes der möglichen Akkordtöne nur die Kombination von tiefem Basston, Septime und Terz. Jeder Ton mehr ist oft überflüssig.

Darum suchte ich nach einer Möglichkeit, diese Spielweise am Akkordeon zu probieren, ohne die vertrauten Griffgewohnheiten aufzugeben. Um auszuprobieren wie es geht, habe ich ein kleines Kinderinstrument umgebaut. Ich war vom Resultat begeistert und zeige euch gerne, was ich da gebaut habe. Auf diesem YouTube-Video führe ich das kleine Teil vor:

Schaut mal rein! Es könnte euch Spaß machen, mal zu sehen, wie man ein Akkordeon modifizieren kann, um dann ein Balladen- und Jazzakkord-Instrument zu haben. (Ich jazze im Endspurt dann auch ein bisschen herum…!)

Sicher wird kaum jemand es selbst probieren wollen. Falls doch, gibt es einige Warnhinweise zu beachten. In der neuen Ausgabe vom akkordeon magazin (Heft #66) habe ich einen ausführlichen Artikel über diese Umbauaktion geschrieben.

Viel Spaß beim Anschauen wünscht euch

Unterschrift Peter M. Haas

Stellt euch vor– ich habe mein kleines Akkordeon umgebaut!

Ein Gedanke zu „Stellt euch vor– ich habe mein kleines Akkordeon umgebaut!

  • 10. März 2019 um 18:54
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    Interessante Sache. Habe auch so ein kleines Hohner Student.
    Interessiert mich was du da verändert hast. Vielleicht hast du den Umbau auch mal auf deiner Homepage.
    Gruss vom Hans aus Unterfranken

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